1. KAKTuS-Lyrikwettbewerb 2007
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Gelungenes Literaturfest des Kulturforums KAKTuS

Region der Dichter und Denker

Preise des Literaturwettbewerbs gingen nach Marl, Senden und Olfen 

Dieter Horstmann (3. Preis), Christina Meisner (1. Preis) und Marga Belz (2. Preis) (v.l.)
 wurden für ihre Beiträge zum Lyrik-Wettbewerb ausgezeichnet. Einen Sonderpreis
 erhielt der Literaturkreis des zehnten Jahrgangs der Realschule Lüdinghausen.

                  Foto: -west-

  -west- Lüdinghausen. Wenn Deutschland das Land der Dichter und Denker ist, dann handelt es sich bei   Lüdinghausen um eine entsprechend starke Region mit vielen Menschen, die sich der  Lyrik und der Poesie verbunden fühlen. Das wurde deutlich, als das Lüdinghauser Kulturforum KAKTuS zum Lyrikwettbewerb aufgerufen hatte. Fast 100 Einsendungen gingen bei den völlig überraschten, aber umso erfreuteren  Organisatoren ein. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, versicherte  Jochen Rademacher-Beckmann, als am Freitagabend das Geheimnis gelüftet und die erfolgreichen Autoren ausgezeichnet wurden.

Im Rahmen eines Literaturfestes, das unter dem interpretationsfähigen Motto „Wörtersee“ stand, wurde Christina Meisner aus Senden mit dem ersten Platz bedacht, Marga Belz aus Marl war die zweite Preisträgerin, und der dritte Preis ging an Dieter Horstmann (Olfen). Darüber hinaus verlieh der KAKTuS einen Sonderpreis an den Literaturkreis der Zehnerklassen der Realschule Lüdinghausen: Die 22 Schülerinnen und Schüler hatten sich mit mehreren Gedichten beteiligt.

Anlass für die Ausschreibung eines Lyrik-Wettbewerbs  Todestag des Romantik-Dichters Joseph von Eichendorff. Heute vor 150 Jahren war der Dichter gestorben.

Dass Lyrik, Gedichte, Verse und Reime ein Thema bilden, das auf einer breiten Basis steht, wurde  am Freitagabend angesichts des riesigen Besucherandrangs deutlich:   das Ricordo war überfüllt. Neben den Wettbewerbsteilnehmern wollten zahlreiche Interessierte am ersten Lüdinghauser Literaturfest teilnehmen. Ihnen wurde nicht nur eine Siegerehrung mit herausragenden Gedichten geboten. Sie erlebten auch einen unterhaltsamen Lyrik-Abend. Christoph Könning als Rezitator gelang es, mit einem bunten  Querschnitt durch die lyrische Literaturwelt die Besucher zu fesseln. Dabei musste sich das Publikum sowohl auf 

Beschimpfungen (Robert Gernhardts „Wie ich  ich Gedichte finde“)   als auch auf  Heinz Erhardts leichten Verse einlassen.  Anja Beermann an der Gitarre erwies sich mehr als nur eine „Begleiterin“, die auch  das Publikum  dazu animierte, das eine oder andere Lied mitzusingen.

Nicht zu beneiden war die Jury, die die schwere Aufgabe hatte, aus knapp 100 Zuschriften die besten Gedichte herauszufiltern. Aber Siegrid Möws, Sybille Reminghorst und Gerhard Dabrowsky dürfte das gelungen sein. Der dritte Platz wurde Dieter Horstmann aus Olfen zugedacht. In seinem Gedicht „Aufforderung“  will der Dichter  mit einem Milan, dessen Flug er so bewundert, in Kontakt treten. Als „eine ungewöhnliche Adresse“ bezeichnete Siegrid Möws die Ansprache des Menschen an das Tier.

„Sehnsucht – Romantik – Natur“ wurde als Generalthema in der  Ausschreibung genannt. Marga Belz ließ sich bei ihrem Gedicht „Horizontlos“ vom Sturm Kyrill inspirieren. „Alle Sinne werden angesprochen“, charakterisierte Gerhard Dabrowsky das kurze, aber wortgewaltige Gedicht, für das die Autorin mit dem zweiten Preis bedacht wurde. „Das Gedicht hat mich betroffen gemacht.

Ich habe dadurch Freude bekommen, Gedichte auswendig zu lernen“, erläuterte Sybille Reminghorst die Wirkung von „Möchte es scheinen“. Das Gedicht von Christina Meisner wurde mit dem ersten Preis bedacht.

Und dann waren da noch die 22 jungen Leute der Literatur-Arbeitsgemeinschaft der Zehnerklassen der Realschule Lüdinghausen. Inspiriert von Joseph von Eichendorff, der seinen Lebensabend in Lüdinghausens Partnerstadt Neisse verbrachte und dort auch beigesetzt ist, griffen sie zur Feder und verfassten zehn Gedichte – zum Teil in Teamwork. Das Kulturforum KAKTuS fand diese Initiative, die nicht zuletzt von Literaturkreis-Leiterin Barbara Schwarzenberg ausgegangen war, so herausragend, dass sie sie mit einem Sonderpreis belohnt wurde. Die  jungen Nachwuchsdichterinnen und -dichter werden demnächst zu einer Filmvorführung eingeladen: „Der Club der toten Dichter“.

Copyright © 2007 Christina Meisner                        Stand: 29. Januar 2013